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Karnevalsverein engagiert sich für die Lebenshilfe Saarpfalz

22.06.2015

Die Lebenshilfe Saarpfalz e.V. feiert am 11.07.2015 ab 18.00 Uhr ihr 50jähriges Jubiläum mit einer...

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Historie

Am 17.10.2001 ist die Lebenshilfe Saarpfalz seitens des Ministeriums für Frauen, Arbeit, Gesundheit und Soziales mit der Schaffung einer Werkstatt für behinderte Menschen im Saarpfalz-Kreis beauftragt worden.

Grundlage hierfür war zunächst die Fortschreibung der Bedarfsplanung im Rahmen der Erstellung des 3. Berichts der Landesregierung "Menschen mit Behinderungen im Saarland - Teil 2 Beruf u. Arbeit -", sowie die Änderungen der Einzugsgebiete und Planungsregionen, die sich zukünftig an den Landkreisen und dem Stadtverband Saarbrücken orientieren, womit eine wohnortnahe Versorgung sichergestellt und die notwendige Vernetzung mit anderen Planungsbereichen der Behindertenpolitik angestrebt wird.

Im Bewerbungsverfahren verwies die Lebenshilfe unter anderem auch auf die Verbundenheit der Bevölkerung des Saarpfalz-Kreises mit "ihrer" Lebenshilfeeinrichtung. Diese Verbundenheit wurde auch durch eine entsprechende Resolution belegt und zum Ausdruck gebracht, in der sich der Kreistag parteienübergreifend für eine Trägerschaft der neuen Einrichtung in Verantwortung der Lebenshilfe ausgesprochen hatte. Gleichzeitig votierte auch die Kreisverwaltung selbst für eine Trägerschaft durch die Lebenshilfe.

Im Dezember 2003 erhielt die SWA die Anerkennung als Werkstatt für behinderte Menschen nach § 140 und § 142 Sozialgesetzbuch (SGB) IX.

Arbeitsaufnahme

Am 5. Januar 2003 erfolgte der Start der Saarpfalz-Werkstatt für angepasste Arbeit (SWA) am Standort Blieskastel-Webenheim in angemieteten Räumlichkeiten. "Wir sind damit in der Lage", so der Geschäftsführer der Einrichtung und der Lebenshilfe Saarpfalz, Michael Immig, "die ersten 30 Arbeitsplätze für behinderte Menschen in Blieskastel, Industriegebiet "Auf Scharlen" anzubieten."

Seit dem 15.08.2006 ist die SWA nun in der neu erbauten Werkstatt im Grossen Gunterstal 15 in Blieskastel – Webenheim und bietet 120 behinderten Menschen eine sinnvolle Beschäftigung und Tätigkeit, ferner werden für ca. 20 Personen Arbeitsplätze in den Bereichen Betreuung, Hauswirtschaft und Verwaltung angeboten.

Tätigkeitsschwerpunkte

Der anfängliche Schwerpunkt der Arbeit lag in der Konfektionierung, Verpackung von Naturheilmittel und Reformwaren, von naturbelassenen Pflegeprodukten sowie von Verbands- und Hilfsmitteln. Ferner wurden in der ersten Ausbaustufe industrielle Teilmontage-, Montagearbeiten und Lohnfertigungsarbeiten durchgeführt bzw. angeboten. Durch den Umzug können nun auch die Arbeitsfelder Wäscherei, Catering (Küche) und Garten- und Landschaftspflege angeboten werden.

Ausgleichsabgabe

Auftraggeber für die Saarpfalz-Werkstatt haben die Möglichkeit, 50 % des Rechnungsbetrages abzüglich Materialanteil auf die Ausgleichsabgabe anzurechnen. "Hierin liegt ein Vorteil für die Unternehmen und seitens der SWA ist man gerne bereit", so Herr Immig, "interessierten Geschäftspartnern und Einkäufern aus Gewerbe, Handel und Industrie die Möglichkeiten der Anrechnung und damit verbundene Kostenvorteile aufzuzeigen. Wir hoffen, dass man uns die Möglichkeit einräumt, unsere Leistungsbereitschaft und –fähigkeit unter Beweis zu stellen."

Arbeitsbegleitende Maßnahmen

Zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit der von der SWA betreuten behinderten Menschen werden eine Reihe arbeitsbegleitender Maßnahmen eingebunden; u.a. haben die behinderten Mitarbeiter/innen die Möglichkeit, physiotherapeutische und ergotherapeutische Behandlungen im Rahmen der Beschäftigungszeit unter Fortzahlung der Entgelte wahrzunehmen.

Historie Lebenshilfe Saarpfalz

Eine lebendige und engagierte Organisation ist aus den Idealen des Selbsthilfegedankens betroffener Eltern erwachsen. 1985 wurde die Kreisvereinigung "Lebenshilfe Saarpfalz e.V.", die sich aus den ursprünglichen Lebenshilfevereinigungen Homburg (Gründungsjahr 1965) und St. Ingbert (Gründungsjahr 1975) zusammensetzt, gegründet. Die Lebenshilfe Saarpfalz bietet umfassende Hilfen für Menschen mit und ohne Behinderung.

Die Gliederung in folgende drei Bereiche sichert die Einhaltung unserer Ziele.

Als Fachverband sind wir parteipolitisch, weltanschaulich und religiös unabhängiger Interessensvertreter von Neuerungen und Verbesserungen in allen Lebensbereichen für Menschen mit geistiger Behinderung und ihrer Angehörigen.

Als Elternvereinigung stellen wir sicher, dass der Selbsthilfegedanke innerhalb der Lebenshilfe wirksam bleibt.

Als Einrichtungsträger (Lebenshilfe Saarpfalz gemeinnützige GmbH, Saarpfalz Werkstatt für angepasste Arbeit gem. GmbH) schaffen und unterhalten wird unter dem Einsatz öffentlicher als auch eigener Mittel notwendige Einrichtungen und tragen die Verantwortung hierfür.